Ein bisschen Frieden, Hoffnung mit allen Sinnen

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Am Bodensee bietet ein Museum der besonderen Art einen Ort der Kommunikation und  Zusammenkunft. Wie die Friedensräume Lindau in der Villa Lindenhof den Frieden mit allen  Sinnen erlebbar machen und was Astrid Lindgren damit zu tun hat.

 

Was versteht man unter Frieden? Die meisten Menschen, unabhängig ihrer Herkunft, Religion und ihrem sozialen Stand, würden diese Frage mit „Abwesenheit von Krieg“ beantworten. Doch bei genauerem Hinschauen ist es weit mehr als nur Waffenruhe und Gewaltlosigkeit: Das Wahren von Menschenrechten, kein Hungerleiden und Rassismus, Gerechtigkeit sowie das Privileg, in Freiheit leben zu können – all dies spielt eine zentrale Rolle und ist auch in der heutigen Zeit wichtig.

DIE VIELSCHICHTIGKEIT DES FRIEDENS

Die Besuchenden der Friedensräume Lindau werfen in diesem Sinne einen Blick unter die Oberfläche. Sie treffen dabei auf wichtige Persönlichkeiten, die zeit ihres Lebens auf die eine oder andere Art einen Beitrag für den Weltfrieden geleistet haben und gehen mit allen Sinnen essenziellen Fragen auf den Grund. Hier bekommen alle eine Antwort darauf, was Friede ist und wie er erreicht werden kann.  Selbst die lokalen Gegebenheiten versprühen eine friedvolle Ruhe. Die Lage am Wasser, die historischen Räumlichkeiten der Villa Lindenhof sowie die Bodenseeluft: allesamt Faktoren, die den Frieden intensiv erlebbar machen. Mit den Augen, den Ohren und den Händen begeben sich Jung und Alt auf eine spannende Reise. Die Friedensräume stellen jedoch kein Antikriegsmuseum dar. Die beiden Weltkriege und politische Auseinandersetzungen werden nur am Rande thematisiert. Die Hauptaufgabe ist vielmehr, den Menschen Mut zuzusprechen und Positivität zu transportieren.

VIER RÄUME, EIN ZIEL

Die ehrenamtlichen Beschäftigten und der Träger der Friedensräume Pax Christi, eine internationale katholische Friedensbewegung des Diözeseverbandes Augsburg, laden Gäste und alle Interessierten ein, sich mit der Thematik Frieden intensiv und individuell zu beschäftigen. Im Ostflügel der Villa Lindenhof geben vier verschiedene Zimmer interessante und überraschende Einblicke: Im Leseraum lernen die Besucher und Besucherinnen Persönlichkeiten wie Astrid Lindgren oder die Geschwister Scholl sowie diverse Organisationen näher kennen. Was diese mit Frieden zu tun haben? Alle leisten oder leisteten in der Vergangenheit einen wesentlichen Beitrag zum Frieden. Im Entscheidungsraum rückt der Besucher selbst in den Mittelpunkt. Wie reagiert der Mensch auf Fremde und wie geht er mit Vorurteilen und Klischees um? Das Ziel ist es, alte Gedankenmuster aufzubrechen und Schubladendenken zu erkennen, zu vermeiden und zu beseitigen. Im dritten Zimmer, dem sogenannten Werkraum, werden individuell angepasste Vorschläge gemacht, wie man sich in der Gesellschaft engagieren kann, um Frieden zu erreichen. Zum Schluss gibt es was auf die Ohren. Der Hörraum gibt Gesang, Musik sowie Geschichten eine Bühne. Stationen mit Kopfhörern stehen dabei bereit, um Töne und Stimmen intensiv wahrnehmen zu können. Die Musik berührt die Erwachsenen und Kinder auf eine besondere Weise. Alle vier Räume zielen auf ein Ergebnis ab: Die Menschen sollen sich der Wichtigkeit von Frieden bewusst werden und sich bestenfalls zukünftig aktiv dafür einsetzen. Impulse zu setzen ist das Kernziel der Friedensräume. Neben dem Museumsalltag bieten die Verantwortlichen Konzerte, Lesungen, Vorträge sowie politische Aktionen an. Alle Veranstaltungen vereinen Internationalität und Interkulturalität. Ein friedvolles Zusammenleben ist oberste Prämisse.

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