Das regionalste Bio.

Der große Hof der Bio-Hühner

Morgens um sieben ist die Hühnerwelt in Ordnung: Bio-Bauer Johannes Breitsameter öffnet die Tür zum Stall zum ersten Kontrollgang; dort herrscht bereits reges Treiben. Laut gackernd drängt eine Herde von 3.000 Legehennen durch die Schlupflöcher hinaus in die frische Morgenluft.

 

Sofort beginnen sie, die Weizenkörner aufzupicken, die ihnen der Landwirt auf den mit Stroh und Sand eingestreuten Boden gestreut hat. Dieses arttypische Verhalten der Hennen ist ein gutes Zeichen, dass die Tiere gesund sind. Zufrieden verlässt der Landwirt den Stall und schaut nach den anderen vier Hühnergruppen in den Nachbarställen.

 

Johannes Breitsameter aus Dasing in Bayerisch-Schwaben ist Bio-Landwirt aus Leidenschaft und Überzeugung. Der uralte Hof Hohleneich, bereits 765 urkundlich erwähnt, bietet alles, was Hühner für ein artgemäßes Leben brauchen: zum Beispiel eine große Weide mit viel Auslauf, bedarfsgerechtes Bio-Futter und große Kisten zum Sandbaden.

Von Mastschweinen zu Bio-Legehennen

Über 15.000 Legehennen und 150 Hähne leben heute auf dem Bioland-Hof von Gitte und Johannes Breitsameter. "Das war nicht immer", erzählt der Betriebsleiter. 1998 hat er den landwirtschaftlichen Betrieb von seinem Vater übernommen und ihn Schritt für Schritt komplett umstrukturiert. "Damals haben wir Schweine gemästet, Zuckerrüben angebaut und Kartoffeln produziert", erinnert er sich. "Für uns stand jedoch von Anfang an fest, dass wir den konventionell bewirtschafteten Betrieb auf Öko-Landwirtschaft umstellen werden." Schon während seines landwirtschaftlichen Studiums an der Fachhochschule Weihenstephan hat sich der Diplom-Agraringenieur intensiv mit "Bio" und artgerechter Tierhaltung beschäftigt.

 

Nach der Hofübergabe hat Johannes Breitsameter mit großem Arbeitsaufwand den ehemaligen Schweinemaststall in einen geräumigen, artgerechten Legehennenstall entsprechend der EG-Öko-Verordnung umgebaut. Dort leben die Legehennen in Gruppen zusammen. Nebenan sind die 3.000 Junghennen untergebracht: Im Alter von einem Tag kommen die Küken auf den Bio-Hof; mit etwa 18 Wochen erreichen sie das Lege-Alter und wechseln zu den "Großen" in den Stall.

 

Jedes Tier hat freien Zugang zu Futter und Wasser und Auslauf ins Freie. Bei trockenem Wetter verbringen die Hennen den Tag meist auf der Weide. Sie picken nach Regenwürmern, sonnen sich im Gras oder ruhen sich im Schatten der kleinen Büsche und Sträucher aus. An Regentagen bevorzugen die Tiere ihren sogenannten Wintergarten. Mit Beginn der Dämmerung kehrt die Gruppe selbstständig in den Stall zurück. Auch dort ist der Boden mit Stroh und Sand eingestreut und bietet viel Platz zum Scharren, Flattern und Fliegen. Mit trockenem Sand gefüllte Kisten laden zum Sandbaden ein. Während der Nachtstunden steht jedem Tier ein großer Schlafplatz auf einer erhöhten Sitzstange zur Verfügung.

Legefrisch zu Feneberg

Im Stallvorraum sortieren Gitte und Johannes Breitsameter täglich 12.000 Eier nach Größe und ordnen sie den vier Gewichtsklassen zu. Sorgfältig untersuchen sie jedes Ei auf mögliche Bruchstellen und Haarrisse in der Schale. Beschädigte Eier werden konsequent aussortiert. Zum Abschluss wird noch der EU-einheitliche Erzeuger-Code auf die Eischale gestempelt und danach kommen die Eier auf schnellstem Weg in die Feneberg-Regale.

 

Übrigens: Breitsameters bauen auch Erdbeeren an, mit denen sie unser VonHier-Programm beliefern.

 

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