Das regionalste Bio.

Bestes Bio-Mehl nach alter Müllerkunst

Die Engelhardmühle liegt idyllisch im bayerischen Mittelschwaben. Sie präsentiert sich wie aus dem Bilderbuch: Im Ensemble eines Viereckhofs stehen neben der Mühle Stallgebäude und Scheunen, Pferde weiden auf der Koppel, die Roth plätschert vorbei und auch eine Hauskapelle fehlt nicht. Dynamisch und von herzlicher Art ist der Müller - Alexander Engelhard. Seine Mühle verarbeitet das Getreide von ökologisch wirtschaftenden Betrieben der Gegend zu hochwertigem Bio-Mehl und -Schrot.

 

Heute ist viel los im Mühlengebäude; eine Mühlenführung steht an. Mehrere Stockwerke geht es nach oben: Alles aus massivem Holz, von einer dünnen Mehlschicht überzogen. Über den Köpfen arbeitet sich das Mehl in vielfach gewundenen Rohren hinauf und hinunter. Da kann man hautnah erleben, wie aus Korn Mehl wird.

 

Das alte Mühlengebäude geht auf das 18. Jahrhundert zurück, Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das fünfgeschossige heutige Mühlengebäude angebaut. Es scheppert und rattert, und wenn der gewaltige Siebkasten im dritten Stock in Betrieb ist, schwankt der Boden. 150 Siebe sind hier im Einsatz und sieben das Mehl immer feiner aus.

Hier kommt nur "Bio" in die Mühle

Zwölf Tonnen Getreide werden in der Engelhardmühle in 24 Stunden gemahlen. Die Walzen, mit denen das Korn immer feiner gemahlen wird, werden teilweise noch mit Lederriemen betrieben. Immer wieder wird das Mehl ausgesiebt – 17 Mal geht es dabei von oben nach unten über alle Stockwerke. Die Maschinen, die hier ihren Dienst tun, sind bis zu 100 Jahre alt.

 

Drei Sorten Getreide werden in der Engelhardmühle vermahlen: Weizen, Dinkel und Roggen – alles aus ökologischem Anbau. "Je länger ich Bio mache, umso überzeugter bin ich davon", sagt Engelhard, "denn man weiß, was sonst so alles drin sein kann im Mehl". Das seien zum Beispiel Rückstände aus Pflanzenschutzmitteln, die im Getreide aus konventionellem Anbau vorkommen können oder synthetische Vorratsschutzmittel, wie sie in konventionellen Mühlen eingesetzt werden.

 

Seit 2002 mahlt Engelhard ausschließlich Bio-Getreide; nur so kann er sicher gewährleisten, dass es zu keiner Vermischung mit konventionellem Mehl kommt. Das Mehl aus der Engelhardmühle geht ins Regal zu Feneberg – und in die Feneberg-Bäckerei. Denn das Bio-Brot von Feneberg wird aus Engelhardmühle-Mehl gebacken.

Vielseitiges Familienunternehmen

Seit 1413 ist die Mühle in Familienbesitz. 2001 übernahm Alexander Engelhard den Betrieb von seinem Vater. Ihm macht das Müllerhandwerk Freude, dabei ist er von Beruf Wirtschaftsingenieur. Sein Bruder, ebenfalls Müllermeister, betreibt die angegliederte Landwirtschaft. Vielseitigkeit zeichnet das Familienunternehmen aus: Neben Mühlenbetrieb und Landwirtschaft gibt es "Bed & Breakfast" – für Pensionspferde. Und für Festlichkeiten aller Art kann die Mühlentenne angemietet werden.

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