Das regionalste Bio.

Und immer auf der Suche

Es gibt sie noch: die Nachdenker, die Querdenker, die Weiterdenker. Zum Beispiel Gottfried Härle. Der Brauerei-Besitzer im Allgäuer Leutkirch sagt: "Bier ist ein Naturprodukt. Wir Brauer sind auf die Qualität der Rohstoffe angewiesen." Also schaut er, dass die Grundzutaten aus der Nähe kommen, umweltbewusst angebaut werden und von Bauern stammen, die er kennt. Und das nicht nur bei Hopfen und Malz, sondern auch bei den Früchten, die in seinem "SeeZüngle" stecken, einem kleinen Shooting-Star unter den alkoholfreien Erfrischungsgetränken in der Region.

 

Bei den Zutaten hört Härles Öko-Verständnis bei weitem nicht auf. Fortwährend sucht er nach Wegen, sein Unternehmen so aufzustellen, dass es die Umwelt möglichst wenig belastet. Mit dem Verzicht auf die Alu-Halsfolien an den Bier-Flaschen fing sein Streben 1991 an, seither folgten viele weitere Schritte. So läuft seit 1998 der Fuhrpark mit Bio-Diesel, und inzwischen arbeitet die gesamte Brauerei zu 100 Prozent klimaneutral – während sich ihr Geschäftsführer längst Gedanken um neue Kühlverfahren macht, um den Energie-Verbrauch weiter zu senken.

Preisgekrönte Maßnahmen

Ein "grüner Spinner" ist Härle keineswegs. "Seit 1999 ist der Bierausstoß der Brauerei um zirka zwölf Prozent gestiegen." Härle betont: "Ökologische Maßstäbe sind für uns gleichrangig mit der Erzielung von Gewinnen." Dass hier unternehmerisches Denken, soziales Handeln und Ökologie erfolgreich Hand in Hand gehen, bestätigte nicht nur die 15-köpfige Expertenjury des Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2010. Auch der "Umweltpreis für Unternehmen" des Landes Baden-Württemberg und der Förderpreis Nachhaltiger Mittelstand der Ethikbank stellen das Engagement des Leutkirchers heraus.


Nachdem die zwölf Lkw und die vier Pkw des Fuhrparks ganz ohne Erdöl auskamen, machte Härle sich daran, das auch für den Rest der Brauerei zu realisieren. Doch statt die alten Heizöl-Kessel zu ersetzen, nutzt er sie anders: Und installierte eine Holzhackschnitzel-Anlage, die seither die Brauerei mit Wärme und Prozess-Energie versorgt – ebenso vier weitere Gebäude und den Brauereigasthof. Drei Photovoltaik-Anlagen ergänzen das Alternative-Energien-Programm des Leutkirchers und erzeugen zwölf Prozent des Stroms, den die Brauerei verbraucht.

Der letzte große Schritt auf dem Weg zum klimaneutralen Unternehmen erfolgte im Januar 2009, als die Brauerei zu einem Anbieter von Öko-Strom wechselte und seither nur noch Energie aus erneuerbaren Quellen bezieht.

Erfrischende Durstlöscher und feine Biere

Zehn Bierspezialitäten stellt die Brauerei heute her: vom würzig frischen „Härle-Gold“ über die „Feine Weisse“, einem obergärigen Hefeweizen, bis hin zum "LandZüngle", das streng nach ökologischen Richtlinien gebraut wird. Seit 2012 stellt Härle auch das VonHier-Bio-Bier her. Hinzu kommen zwei Biermischgetränke und seit 2008 verschiedene Sorten SeeZüngle. Wie das Bier wird auch ein Teil der SeeZüngle in unseren Feneberg-Märkten als VonHier-Getränk angeboten.

 

zurück zur Übersicht