Das regionalste Bio.

Ein großes Erbe angetreten

Die Mannschaft vom Helchenhof tritt in große Fußstapfen. Erst 2012 hat sie den Betrieb von Martin Hahn übernommen, einem Öko-Pionier, der sich seit April 2011 als Mitglied des Landtags von Baden- Württemberg einsetzt und deshalb die Zügel des Hofes in junge Hände gab. Der Helchenhof bei Überlingen ist ein für die Region riesiger Öko-Betrieb mit 130 Hektar Fläche und 45 Milchkühen. Für Anne Bresser, Till Bossert und Benjamin Gosewinkel stand damit zwar eine besondere Herausforderung an, aber sie haben vorher schon jahrelang Verantwortung im Betrieb übernommen.

Bio-Gemüse mit Aroma

Auf 55 Hektar wachsen Kartoffeln und Karotten, Kürbis, Bärlauch, Lauch, Zwiebeln und viel anderes Gemüse, ohne je mit Chemie in Berührung zu kommen. Die Böden sind völlig unbehandelt. Lediglich organischer Dünger und Bio-Kompost werden ausgebracht, die für ausreichend Nährstoff in der Erde sorgen, darunter auch Dünger von den hofeigenen Kühen. Auf den geschlossenen Betriebskreislauf sind die Demeter-Bauern stolz. Der naturnahe Anbau lässt aromareiche, kräftige Pflanzen gedeihen, die nicht voll Wasser, sondern voll ihres ursprünglichen authentischen Geschmacks sind.

Unser VonHier-Kürbis

Das Hokkaido-Kürbisfeld liegt ganz in der Nähe des Hofes. Das ist bei den großen verstreuten Anbauflächen keine Selbstverständlichkeit und für die Kürbisernte ein Luxus. Zu dieser Zeit sind die Kürbispflanzen bereits sehr hoch gewachsen und die leuchtend orangenen Kürbiskugeln werden von üppigen Blättern versteckt. Den großen Blättern verdanken die Landwirte den fruchtbaren Boden, denn sie schützen ihn vor dem Austrocknen und vor zu viel Unkraut. Passend zur Ernte verdorren die Blätter, sodass einem die Suche der Hokkaidos unter den großen Blättern erspart bleibt. Auch darüber hinaus stellt der Kürbis keine hohen Ansprüche. Er benötigt lediglich durchlässigen Boden und ein ausgeglichenes Klima. Nur wenn er noch sehr jung ist, können Larven und Schnecken für ihn gefährlich werden. Sobald er allerdings die Kinderstube verlassen hat, hält er so gut wie jedem Angriff stand.

Viel Raum für die Rinder

Von den übrigen 70 Hektar gewinnen die Öko-Landwirte das Futter für ihre Rinder und Milchkühe: bestes Gras und die verschiedensten Kräuter, ebenfalls alles unbehandelt. Im Sommer genießt die Herde die frische Kost direkt von der Weide, im Winter gibt es Heu (aus dem ersten Schnitt der Wiesen) und Grassilage. Wenn die Tiere dann nicht auf die Wiesen können, kommen sie in einem geräumigen Freilaufstall unter: Der ist eigentlich für 80 Rinder ausgelegt, doch die „Damen-Riege“ am Helchenhof beläuft sich auf 45. So bleibt genügend Raum, Licht und Luft für alle.

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