Der Spargel

Jedes Jahr im Frühjahr ist es wieder soweit: Spargelzeit. Von April bis Juni freuen sich landauf landab Menschen auf das schmackhafte Stangengemüse. Aber was ist Spargel eigentlich und wie wächst er?

Spargel ist eine mehrjährige Staude. Der Wurzelstock des Spargels überwintert etwa 35 Zentimeter unterhalb der Erde. Jährlich im Frühjahr treibt die Pflanze dann mehrere Sprosse, die als Spargel geerntet werden. Somit ist der Spargel biologisch gesehen ein Stengelspross der Spargelpflanze.

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Spargel im Korb

Wie lange lebt die Spargelpflanze?

Dabei kann der Spargel – je nach Boden und Sorte – bis zu zehn Jahre beerntet werden. Dabei werden die Spargelstangen über die Jahre dünner, bis sich die Ernte nicht mehr lohnt. Die Wurzel wird dann aus dem Boden geholt und durch eine neue ersetzt. Die Spargelpflanzen kann man aus den Samen der weiblichen Pflanzen ziehen. Spargelanbauer kaufen aber nahezu immer fertig vorgezogene Wurzelstöcke in größerer Stückzahl, die bei der Anlage eines neuen Spargelfeldes im Frühjahr gepflanzt werden.

Wie lange dauert die Spargelsaison genau?

Die Dauer der Spargelsaison hängt stark von der Witterung ab. So kann es nach einem milden Winter bereits ab Mitte März Spargel geben. In der Regel beginnt die Spargelernte aber Mitte April und dauert traditionell bis zum 24. Juni. Es wäre zwar

durchaus möglich noch länger zu ernten, die Pflanzen brauchen jedoch eine ausreichende Regenerationszeit, um im folgenden Jahr genügend neue Sprosse bilden zu können.

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Wieso ist Spargel eigentlich so teuer?

Schon in der Antike galt Spargel als etwas Besonderes. Der römische Kaiser Diokletian ließ deshalb im Jahre 304 per Erlass den Spargelpreis regeln. Der Hauptgrund für den heute noch relativ hohen Preis liegt allerdings im aufwendigen, pflege- und arbeitsintensiven und daher relativ teuren Anbau begründet. Spargel wird auch heute noch überwiegend von Hand geerntet. Viel Geduld ist zudem nötig, bis der Spargel im dritten Jahr nach der Pflanzung die erste volle Ernte liefert. Wer also frischen heimischen Spargel essen möchte, muss sich diesen Genuss aus gutem Grund etwas wert sein lassen. Allerdings schwankt der Spargelpreis von Jahr zu Jahr und innerhalb jeder Saison nicht unerheblich.

Ist weißer oder grüner Spargel teurer?

Im Unterschied zu vielen anderen Ländern ist weißer Spargel in Deutschland noch immer marktbeherrschend. Grüner Spargel wird hingegen nur auf kleineren Teil​flächen angebaut. Allerdings sind Anbau und Ernte von Grünspargel etwas weniger aufwendig. Deshalb wird grüner Spargel häufig geringfügig günstiger angeboten.

Frischer Spargel

Woran erkenne ich wirklich frischen Spargel?

• Die Schnittstellen sind feucht und glänzend.
• Die Köpfe sind geschlossen.
• Die Stangen sind fest und lassen sich nicht biegen.
• Der Spargel duftet angenehm und nicht säuerlich.
• Frische Stangen quietschen, wenn sie aneinander gerieben werden.

Spargel richtig Lagern

Wenn Sie den Spargel nicht gleich nach dem Einkaufen zubereiten, wickeln Sie ihn möglichst ungeschält in ein feuchtes Tuch und legen ihn in das Gemüsefach des Kühlschranks. Auf diese Weise bleiben die Stangen etwa zwei bis drei Tage frisch. Spargel lässt sich zudem problemlos einfrieren. Dazu das Gemüse waschen, schälen und von den holzigen Enden befreien. Anschließend bündeln Sie die Stangen und füllen diese portionsweise in Gefrierbeutel. Tiefgefroren hält sich der Spargel etwa sechs Monate.

Wussten Sie schon, dass man Spargel auch als „essbares Elfenbein“ bezeichnet? 250 Gramm Spargel enthalten durchschnittlich nur 47 Kalorien.