Haltbarmachen

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Dörren

gehört zu den ältesten und auch einfachsten Methoden, um Lebensmittel haltbar zu machen. Den Lebensmitteln wird durch das Trocknen Feuchtigkeit entzogen – ohne Feuchtigkeit fehlt der Nährboden für Mikroorganismen und Enzyme, um die Lebensmittel zu verderben. Zur Herstellung von knusprigen Apfelchips eignet sich der Backofen bei einer Temperatur zwischen 40°C und 50°C (Umluft).

TIPP: Den Ofen einen Spalt geöffnet lassen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.

Durch Einkochen

 werden Obst, Gemüse, Eintöpfe und Co. besonders lang haltbar – aufbewahrt an einem dunklen und kühlen Ort ungefähr ein Jahr. Die Lebensmittel werden zunächst in Gläser gefüllt und darin bei hoher Temperatur in einem Einkochautomat, großen Topf oder Backofen stark erhitzt. Dabei variieren die Einkochzeiten: So reichen bei Obst und weichem Gemüse wie Kürbis ca. 30 Min. Einkochzeit bei 90 °C, bei härterem Gemüse wie Gelbe Rüben sind ca. 90 Min. bei 100 °C notwendig.


Wer auch außerhalb der Saison das vielseitige Gemüse nicht von seinem Speiseplan streichen möchte, sorgt mit einfachen Mitteln und wenigen Zutaten für Haltbarkeit. Neben den bekannten Methoden für längere Haltbarkeit, wie Kühlen, Gefrieren oder Vakuumieren, gibt es noch weitere Möglichkeiten.

Salzen

ist besonders bei Fisch und Fleisch beliebt. Das Salz entzieht den Lebensmitteln Wasser, um diese zu konservieren. Funktioniert auch bei Kräutern: 200 g frische Kräuter zerkleinern und mit 40 g Salz in ein Glas geben – so fest andrücken, dass keine Zwischenräume bleiben. Gut verschließen und dunkel lagern. Zuckern ist die süße Methode zum Konservieren: frisches Obst hält durch Einzuckern einige Tage länger frisch.

Einlegen

zählt zu den schnellen und einfachen Methoden des Konservierens - die Lebensmittel werden dabei in verschiedene Flüssigkeiten wie Öl, Salzlake, Essig oder Alkohol eingelegt. Die Zutaten werden kleingeschnitten, in Gläser gefüllt und anschließend mit einem kalten (z.B. Kräuteröl) oder heißen (z.B. bei Gewürzgurken) Sud aufgegossen. Die Flüssigkeit entzieht den Mikroorganismen den Sauerstoff und sorgt dadurch für längere Haltbarkeit.

Beim Einmachen

werden, im Gegensatz zum Einkochen, die Lebensmittel vor dem Abfüllen in Gläser gekocht. Der beliebte Klassiker des Einmachens: Marmelade. Direkt nach dem Kochen in sterile Gläser gefüllt und fest verschlossen hält das Eingemachte durch das beim Auskühlen entstehende Vakuum mehrere Monate. Entgegen vieler Annahmen müssen die Gläser zum Auskühlen übrigens nicht auf den Kopf gestellt werden