Hüllenlos einkaufen

Verpackungsmüll ist ein Problem. Zum Glück aber eines, bei dem wir alle etwas tun können, indem wir beim Einkaufen bewusst auf Verpackung verzichten. Wir haben bei Feneberg einmal getestet, wo man überall Verpackung einsparen kann.

Es ist noch gar nicht so lange her, da wurde uns im Milchladen die Milch in mitgebrachte Flaschen abgefüllt, Mehl, Zucker und andere Lebensmittel wurden vor unseren Augen abgewogen und dann in braune Papiertüten gefüllt und die Eier legte man uns in den mitgebrachten Eierkarton. Bis weit in die 1970er Jahre hinein gab es viele sogenannte “Tante Emma”–Läden, in denen die meisten Waren lose verkauft wurden. Doch dann setzten sich die Supermärkte durch. Die Selbstbedienung bot den Kunden vor allem Zeitersparnis, führte aber auch dazu, dass nun fast alle Produkte verpackt werden mussten.

Veggiebag von Feneberg
veggiebag

VEGGIEBAGS STATT PLASTIKBEUTEL

Viel Auswahl an unverpackten Lebensmitteln findet sich traditionell im Bereich Obst und Gemüse. Das Problem: die dünnen Plastiktüten, die fast überall zum Abpacken der Ware angeboten wer- den. Sie werden meist nur dafür benutzt, Äpfel, Tomaten oder Kartoffeln nach Hause zu bringen und landen dann im Müll. Gerade hier aber lohnt sich Mehrweg. Feneberg bietet deshalb seit Kurzem sogenannte Veggiebags an. Diese Beutel können immer wieder verwendet werden, sind aus recyceltem PET und sogar bei 30°C waschbar. In jeden Beutel passt ausreichend viel Obst und Gemüse – auch für Familien.

WURST UND KÄSE IM EIGENEN BEHÄLTNIS

Gut sparen lässt sich Verpackung auch an der Wurst- und Käse-Theke. Wussten Sie zum Beispiel, dass ihr Aufschnitt und Käse an der Theke auch in mitgebrachte Behältnisse verpackt werden kann? Reichen Sie die Schale einfach über die Theke und lassen sie sich ihre Ware direkt in ihr Behältnis legen. So können auch hier Plastik und Papier gespart werden. Zudem haben Sie Ihre Ware gleich für den Kühlschrank fertig verpackt.

Eigene Gefäße mitbringen
eigener Becher

EIN KAFFEE IM MITGEBRACHTEN BECHER

Zu guter Letzt ist es doch schön, nach erledigtem Einkauf noch kurz zu verschnaufen. Vielleicht bei einem Kaffee. An den heißen Theken in den Feneberg-Filialen finden sich dafür Kaffeemaschinen. Hier darf man gerne einen mitgebrachten Becher reinstellen, um so den Verbrauch an Einwegbechern zu reduzieren.

WENN MAN DIE TASCHEN ZU HAUSE VERGESSEN HAT

Oft passiert es, dass wir spontan einkaufen, weil uns eingefallen ist, dass uns noch ein paar Dinge fürs Abendessen fehlen. Was dann ebenfalls oft fehlt, sind unsere Einkaufstaschen. Früher hat man dann oft zur Plastiktüte an der Kasse gegriffen. Heute gibt es dafür aber gute Mehrwegalternativen. Entweder den Leinenbeutel, den man immer wieder verwenden kann, oder seit einiger Zeit große Pappkartons, die man erwerben kann. Da passt dann auch genug für einen ganzen Grillabend mit Freunden rein.

Brot-Beutel