Naschkatzen aufgepasst

Wer heutzutage losgeht, um Zucker zu kaufen, steht im Supermarkt zumeist vor einer großen Auswahl an Süßungsmitteln. Lange vorbei sind die Zeiten, als es nur weißen Kristallzucker gab. Wir stellen die gängigsten Süßungsmittel vor.

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Fruchtzucker

Fruchtzucker ist die natürlichste Süße, die es gibt. Essen wir ein Stück frisches oder getrocknetes Obst, bekommen wir nicht nur den süßen Geschmack, sondern dazu auch Vitamine und Mineralstoffe. Der Nachteil von Fruchtzucker (Fructose) liegt darin, dass Fruchtzucker nicht lange satt macht. Somit ist Obst als ganze Mahlzeit nicht geeignet. Zudem wird Fructose schneller in Körperfett umgewandelt als Glucose.

Weisser Zucker

Wer Zucker sagt, meint meist unseren üblichen weißen Kristallzucker. Er wird in der Regel aus Zuckerrohr oder Zuckerrüben hergestellt, indem er raffiniert wird. So entsteht eine chemisch weitgehend reine Zuckerverbindung. Der Nachteil des Zuckers ist, dass er bereits in vielen Lebensmitteln enthalten ist und wir so schnell über die empfohlene Tagesdosis von 30-45 g hinauskommen. Daneben wird für die Raffinierung des Zuckers sehr viel Energie aufgewendet. Somit ist die Herstellung des weißen Zuckers auch nicht gut für die Umwelt.

Stevia

Die Stevia-Pflanze kommt aus Südamerika. Sie schmeckt wesentlich süßer als Zuckerrüben oder Zuckerrohr, enthält aber keinen Zucker und damit auch keine Kalorien. Was sich zunächst wunderbar anhört, hat aber auch Nachteile. Stevia wird häufig aus Pflanzen chemisch extrahiert und ist daher im Prinzip ein künstlicher Süßstoff. Somit bietet Stevia kaum einen Vorteil gegenüber regulärem Kristallzucker oder Süßstoff. Zudem wächst Stevia bis heute nur in Südamerika, sodass der Zucker über weite Wege importiert werden muss. Der Vorteil von Stevia ist allerdings, dass man nur sehr wenig braucht, da die Pflanze so süß ist. Auch ist Stevia für Diabetiker geeignet, da es keine Auswirkungen auf den Insulinhaushalt hat.

Honig

Honig ist ein natürliches Produkt. Allerdings ist Honig auch eine fast reine Zuckerverbindung. Neben Fructose und Glucose enthält Honig vor allen Dingen Wasser, allerdings auch Vitamine und Mineralstoffe. Da dem Honig keine Zusät- ze beigefügt werden dürfen, ist er dem Haushaltszucker vorzuziehen. Er ist eben ein reines Naturprodukt.

Xylit

Xylit gehört sicherlich zu den Trend-Süßungsmitteln der letzten Jahre. Dieses Süßungsmittel ist auch unter dem Namen Birkenzucker bekannt und basiert auf dem Zuckeralkohol Xylit. Xylit ist beliebt, da es nicht schädlich für die Zähne ist. Der Name Birkenzucker suggeriert zudem, dass es sich um ein natürliches Produkt handelt. Xylit ist allerdings ebenfalls ein Lebensmittelzusatzstoff aus der Chemie, das aus Holz und Maiskolben gewonnen wird. Das Problem dabei ist, dass die Pflanzen zwar Xylit enthalten, jedoch in so geringer Menge, dass ein sehr aufwendiges Verfahren notwendig ist, um diese aus den Pflanzen zu gewinnen.

Kokosblütenzucker/Palmzucker

ieser Zucker wird aus verschiedenen Palmenarten gewonnen. Palmzucker hat einen leichten Karamellgeschmack und ist etwas weniger süß als Rohr- oder Rübenzucker. In der Zusammensetzung entspricht Kokos- oder Palmzucker weitgehend dem Rohr- oder Rübenzucker. Das heißt, er hat auch ebenso viele Kalorien. Der Vorteil ist allerdings, dass Palmzucker dafür sorgt, dass der Blutzuckerspiegel langsam und gleichmäßig ansteigt, zudem enthält er Mineralstoffe und Spurenelemente wie zum Beispiel Magnesium. Im Vergleich zu Rohrzucker ist die Herstellung von Palmzucker sehr ressourcenschonend und dadurch deutlich nachhaltiger in der Herstellung. Allerdings muss auch der Palmzucker lange Transportwege aus Asien zurücklegen.