Wandertipp: Der Säugling

Das Glanzlicht der Ammergauer Alpen

Er ragt wie ein Kegel über Füssen in den Himmel: der Säuling. Zahlreiche Legenden und Mythen ranken sich um diesen Berg. So sollen Hexen das Gipfelplateau als Tanzboden benutzen. Eine andere Sage erzählt, dass der Kirchenbau in Roßhaupten den Unmut des Teufels weckte. Deshalb riss dieser einen Fels aus dem Säuling und warf ihn in Richtung Roßhaupten, wo der Fels heute noch liegt. Imposant wirkt der Säuling allemal an diesem Morgen. Es ist sechs Uhr und wir machen uns auf den Weg zum Gipfel. Zunächst geht es zwei Stunden lang durch dichten Mischwald über Baumwurzeln und kleinere Felsbrocken, bis wir gegen acht Uhr das Säulinghaus erreichen.

 

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Hier beginnt der eigentliche Aufstieg zum Gipfel

Zunächst führt der Weg durch Schotterreisen und geht dann leicht ausgesetzt über eine mit Seile und Ketten versicherte felsige Passage aufwärts. Sobald man diese durchklettert hat, erreicht man die grüne Grathöhe, auch Gamswiese genannt. Wir treffen hier allerdings nicht auf Gämse, sondern auf eine kleine Gruppe von Steinböcken, die friedlich im Sonnenschein grasen.
In felsigen Serpentinen führt nun das letzte Stück zum Gipfel und dem hölzernen Kreuz. Der eigentliche Gipfel liegt dahinter. Zu diesem geht man nach links auf schmalen Bändern und über eine kleine Scharte. Der Ausblick vom Säuling ist buchstäblich atemberaubend. Schaut man nach Nordosten, blickt man direkt auf die Königsschlösser und den dahinterliegenden Forggensee. Schaut man hingegen nach Westen, wähnt man sich fast auf Augenhöhe mit Gehrenspitze und der Köllenspitze.

 

Anfahrt: Über Pfronten oder Füssen nach Pflach. Dort von der Reuttener Straße nach links abbiegen auf den „Weg zum Säuling“ bis zum Wanderparkplatz Säulinghaus. Von dort ist der Weg gut ausgeschildert.

Weg: Bis zum Säulinghaus (circa 2 Stunden) geht es entweder über einen Forstweg oder direkt durch den Wald. Danach wird es steiler und felsig mit seilversicherten Stellen (circa 1 Stunde). Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind Voraussetzung!

Anspruch: Eine durchaus schwere Wanderung, die gute Kondition erfordert.