Gartentipps für den Sommer

Die Knospen sprießen, alles fängt an zu grünen, die Regenwürmer graben den Boden um, die Bienen schwirren aus und bestäuben die Blüten: Im Frühling säen die meisten Hobby- gärtner Gemüse aus oder pflanzen Setzlinge. Für eine ertragreiche Ernte sollten Sie den Garten aber auch im Sommer fit halten. Dazu ein paar Tipps für die heiße Jahreszeit.

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Richtig Gießen

Am wichtigsten ist im Sommer das Gießen. Aller- dings dürfen die Pflanzen nicht überschwemmt werden. Nässe zieht Schnecken an und ist Nährboden für Pilze und Moose. Wird jedoch zu sparsam gegossen, dringt das Wasser nicht tief genug in den Boden ein. Deshalb gilt: Seltener, aber dafür gründlich gießen. Früh am Morgen ist die beste Zeit. Es ist noch kühl und das Wasser kann problemlos in die Erde dringen. Wer in der prallen Sonne und von oben wässert, läuft Gefahr, dass das Wasser schnell verdunstet und die Blätter verbrennen. Abendliches Gießen ist ebenfalls ungünstig, denn von der Feuchtigkeit werden Schnecken angelockt und die Blätter sind anfällig für Pilzkrankheiten.

Beete mulchen

Im Sommer fallen durch häufi- ges Mähen große Mengen an Schnittgut an. Diese können entweder zum Düngen auf dem Rasen bleiben oder leicht angetrocknet zum Mul- chen im Gemüsebeet genutzt werden. Unkraut wird damit unterdrückt und der Boden feucht gehalten. Erdbeeren hingegen sollten lieber mit Stroh gemulcht werden.

Rosen düngen

Nach der ersten Roseblühte ist es jetzt Zeit für die nächste Düngung. Dafür die Erde rund um die Rosen frei von Unkraut und Begleitpflanzen halten und den Boden regelmäßig lockern. Kompost oder rein organischer Dünger eignen sich am besten und bringen zusätzlich Humus in den Boden. Auf die richtige Menge achten. Überdüngt man Rosen, schadet das ihrer Vitalität. Für die Gemüsedüngung eignen sich stärkende Pflanzenbrühen wie Brennnesseljauche oder Schachtelhalm Sud. Zusätzlich darf Steinmehl gegeben wer- den (etwa eine Handvoll auf eine 10 Liter-Gießkanne).

Schädlinge bekämpfen

Im Sommer haben Schädlinge Hochkonjunktur. Man sollte die Blätter regelmäßig kontrollieren und bei einem Befall schnell reagieren. Umweltfreundlich sind Schädlingsbe- kämpfer wie Marienkäfer, Florfliegen oder Igel. Da diese aber nicht immer verfügbar sind, hilft gegen Schne- cken auch Kaffeepulver. Schutz für das Gemüsebeet gibt Kapuzinerkres- se, denn Schnecken lieben sie – der perfekte Schutz für den Salat.

Welke Blüten entfernen

Zu keiner Jahreszeit blühen so viele Blumen wie im Sommer. Doch jede Blüte hat leider auch ein Ende. Verwelkte Blüten sehen nicht nur unschön aus, sie verhindern auch ein erneutes Aufblühen. Daher sollten vor allem bei Rosen und Stauden welke Blüten regelmäßig ent- fernt werden. Dafür nutzt man am besten eine scharfe Gartenschere, die bei leicht schräg angesetztem Schnitt die Pflanze so wenig wie möglich verletzt. Zur Belohnung gibt es ein erneutes Blütenfeuerwerk.

Tipps für den Gemüsegarten

Auch kleine Gärten können reiche Erträge liefern. Der Juli zählt zu den Haupterntemonaten im Gemüse- garten. Der Erntekorb ist voll und die Reihen im Beet leer. Aber Sie können einige Sorten Freilandgemüse noch bis Mitte August säen. Zum Beispiel Chinakohl, Feldsalat, Petersilie, Radieschen, Mairübchen, Rote Bete, Wirsing oder Kohlrabi. Somit ist die Ernte bis in den Herbst gesichert.