Holzschmuck aus Ästen

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Alles kommt im richtigen Moment zu Ihnen

 

Ich gebe zu, Geduld ist nicht unbedingt eine meiner Stärken. Auf etwas zu warten und mich zu gedulden fällt mir nicht gerade leicht. Vielleicht kennen Sie das auch. Oft möchte ich Dinge schneller voranbringen, wenn sie mir zu lange dauern. Manchmal hetze ich von einem Ort zum anderen, mit den Gedanken schon beim Ziel, anstatt den Weg bewusst zu gehen. Oder ich ertappe mich bei dem Gedanken, den perfekten Zeitpunkt für etwas selbst erschaffen zu wollen, anstatt geduldig darauf zu warten. Und dann braucht es viel Energie, mein Inneres ruhig werden zu lassen und den Dingen die Zeit zu geben, die sie brauchen.

Aber warum ist das so? Warum können wir oft so schwer loslassen, damit das Leben von selbst seinen Lauf nimmt? Haben wir Angst davor, die Kontrolle zu verlieren, wenn wir nicht wissen, was als nächstes kommt? Fühlen wir uns verletzbarer, wenn wir Situationen aus der Hand geben und deren Ende nicht selbst bestimmen können?

Als Kind konnte ich es kaum erwarten, bis der erste Schnee fiel und die Welt in winterliches Funkeln tauchte. Schon damals wollte ich nicht geduldig darauf warten, sondern hätte die Zeit am liebsten selbst in die Hand genommen, damit es schneller geht. Mittlerweile kann ich darüber nur schmunzeln. Hätte ich damals doch nur gewusst, wie schnell es jedes Jahr wieder winterlich wird und wie sehr ich mir dann wünschen würde, die Zeit anhalten zu können, damit das ganze Leben langsamer geht.

Was ich daraus gelernt habe? Dass wir zwar nicht die Dinge selbst, jedoch unsere Einstellung dazu ändern können. Mittlerweile habe ich ein gewisses Urvertrauen darin, dass alles gut ist, so wie es ist und alles zum richtigen Zeitpunkt kommt, wenn wir bereit dafür sind.

Denn wenn wir offen und zuversichtlich durch die Welt gehen, loslassen können und geduldig sind, dann geschehen viele kleine Wunder. Nicht nur zur Winterzeit.

Und wenn es mal wieder so weit ist, dass Sie ungeduldig auf etwas warten, während draußen vielleicht schon der erste Schnee fällt, hätte ich hier eine kreative Ablenkung für Sie, damit Ihnen das Warten etwas leichter fällt

 

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Was Sie für Ihren Holzschmuck brauchen:

– Heißklebepistole

– Dünner Strick

– Kleine, dünne Äste

– Etwas Geduld

– Eine Messerspitze Ausdauer

– Viel Vertrauen

Nutzen Sie die schöne Jahreszeit und gehen Sie nach draußen, ein paar schöne Äste sammeln (sie können unterschiedlich dick sein), die Sie trocknen lassen, bevor Sie mit dem Basteln loslegen. Schneiden Sie die Äste mit einer Gartenschere in gleich große Teile – ca. 4 cm lang. Je nachdem welche Form Ihr Holz-Anhänger haben soll, kleben Sie Ihre kleinen Äste jetzt mit dem Heißkleber nach und nach zusammen.

Vielleicht müssen Sie auch erst ein bisschen ausprobieren, bevor ein schönes Ergebnis herauskommt. Mein erstes Holzherz hat mir nicht gefallen, deshalb habe ich es noch mal komplett auseinandergenommen und einen zweiten Versuch gestartet.

Nach ­einigen missglückten ­Versuchen habe ich ­festgestellt, dass es am sinnvollsten ist, wenn Sie den Strick, an dem der Holzschmuck hängen soll, an einem der mittig sitzenden Teile befestigen (wenn Sie den obersten Ast nehmen, hält der Kleber das Gewicht nicht aus).

Und wenn Sie dann fertig sind mit Ihrer winterlichen Holz-Kreation, werden Sie vielleicht merken, dass sich auf-etwas-warten gar nicht mal so schlimm anfühlt, wenn wir eine positive Einstellung dazu haben.