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Ein Hochkaräter vom Bodensee

DER ERSTE VONHIER-WEIN

Vorhang auf für den ersten VonHier Wein! Da kommen selbst Fachleute ins Schwärmen: Tiefgründig im Geschmack sei dieser Weißwein, urteilen sie. Im Duft weise er „herrlich grüne Aromakomponenten, frische Minze, einen Hauch Limone, aber auch eine Spur Ananas und gelbem Apfel“ auf. Verdient hat sich dieses Lob die weiße Rebsorte Sauvignac, eine Neuzüchtung zwischen Sauvignon blanc und Riesling. Martin Gomeringer schwärmt: „Ein Hochkaräter!“ Dass der edle Tropfen nun im Glas funkelt, hat auch mit dessen Lebensgeschichte und -leistung zu tun.

Der 47-Jährige, ein Pionier und zäher Kämpfer, ist ein Mann mit Weitblick, der seinen Hof in Immenstaad hoch über dem Bodensee bereits im Jahr 2008 auf ökologischen Landbau umgestellt hat. Heute erzeugt er auf zehn Hektar biologisch Äpfel, Birnen, Kirschen und seit 2010 auch für Feneberg Tafeltrauben. Zudem vermietet er zehn Ferienwohnungen, brennt Hochprozentiges und setzt immer stärker auf den Weinbau.

BIO AM BODENSEE

Doch bis der erste VonHier-Biowein an Feneberg ausgeliefert werden konnte, war es ein langer Weg. Martin Gomeringer betrat ihn im Jahre 1990: Der damals 15-Jährige verlässt sein Elternhaus auf der Schwäbischen Alb und übernimmt den mütterlichen Hof im Immenstaader Ortsteil Kippenhausen, der 20 Jahre lang verwaist war. Mit Fleiß, eisernem Willen und ab 1997 mit Unterstützung seiner Frau Manuela baut der junge Mann, auch gegen zahlreiche Widerstände, den Betrieb wieder auf. Erfolgreich setzen sie auf Obstbau und Tourismus und schaffen ein schmuckes Urlaubsdomizil, das sich 2010 zu den schönsten Ferienhöfen Deutschlands zählen konnte. Früh habe er die Folgen des Klimawandels erkannt. „Ich stelle um auf Bio“, lautete 2008 sein Entschluss. Und er hat ihn nicht bereut. Heute ist seine Expertise in Sachen ökologischer Wein- und Obstanbau gefragt. Sohn Felix, der seine Ausbildung als Winzer abgeschlossen hat, tritt in seine Fußstapfen. Er baut auf seinem eigenen Weinberg mit eigenem Betrieb jenen Wein an, den nun auch Feneberg-Kunden genießen können. Weinbau am Bodensee folgt eigenen Gesetzen. Und: Der Anbau von Bio-Wein erfordert obendrein großes Geschick. „Entscheidend sind die Rebsorten und die Qualität der Böden“, erläutern Vater und Sohn. „Guter Wein entsteht nur, wenn der Boden intakt ist“, sagt Martin Gomeringer. Und dafür tun sie einiges. So pflanzen sie zwischen den Rebstöcken Leguminosen, um den Humusgehalt zu erhöhen. „Dadurch“, so Felix, „kann der Boden mehr Wasser speichern und die Rebe kommt in Trockenzeiten besser klar.“

BEKENNTNIS ZUR REGION

Ebenfalls entscheidend ist die Rebsorte. Hier setzen die beiden verstärkt auf neue Sorten, die sehr widerstandsfähig gegen Pilze sind. Die Folge: Der Bio-Winzer kann den Pflanzenschutz nachhaltig mit Gesteinsmehlen sichern. Das Wechselspiel aus Boden und Rebe sorgt bei den Gomeringers für den Erfolg, den sie auch einem Mann verdanken, der früh auf sie gesetzt hat: Hannes Feneberg. „Er hat uns ermutigt“, sagt Martin Gomeringer, „mehr Wein anzubauen und hat uns Sicherheit gegeben.“ Denn erst drei bis vier Jahre nach dem ersten Setzen eines Rebstocks kann der flüssige Ertrag genossen werden. Diese sprichwörtliche Durststrecke konnten sie nur mit Fenebergs Versprechen und Bekenntnis zu einem lokalen Erzeuger durchhalten. Ein weiterer treuer Bundesgenosse darf nicht vergessen werden: der Bodensee. Er verhilft den Weinen an seinen Gestaden zu ganz besonderer Qualität, fungiert er doch als riesiger Wärmespeicher, der Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht, Sommer und Winter ausgleicht. Und seine Wasseroberfläche spiegelt Sonnenenergie zurück auf die Rebberge und lässt auch den neuen Feneberg VonHier-Wein gedeihen.

Eine Herde weißer Truthähne auf einer grünen Wiese zwischen blühenden Bäumen an einem sonnigen Tag.

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