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Federglück am Fallerhof

BIOLAND-HOF FALLER 

Vorhang auf für Achim und Regina Faller aus Maselheim. Mit Mut und klarem Blick hat die Familie ihren Bioland-Betrieb in den letzten Jahren neu ausgerichtet. 2019 ergänzten sie ihren Ackerbaubetrieb um die Hähnchenmast – ein Schritt, der gut durchdacht war. 

Nach Besichtigungen bei Berufskollegen stand fest: Der Hof soll wachsen – nicht in der Fläche, sondern in der Vielfalt. Ein moderner Stall für zwei Mal 4800 Tiere entstand, geplant nach Bioland-Richtlinien und mit Fokus auf Tierwohl und Effizienz. „In unserer Region gab es so etwas damals kaum“, erinnert sich Faller. „Wir mussten vieles selbst herausfinden.“

AUS EIGENER HAND – FUTTER, KREISLAUF, VERANTWORTUNG

Heute prägt die Hähnchenmast den Alltag auf dem Hof, ergänzt durch den Anbau von Körnermais, Sojabohnen und Linsen. Das Futter für die Tiere stammt größtenteils aus eigenem Anbau, wodurch geschlossene Kreisläufe entstehen. Auf den Feldern wachsen neben Getreide auch Leguminosen, die nicht nur nahrhaft, sondern auch wertvoll für den Boden sind.

Im Stall selbst herrschen klare Strukturen: Stroh zum Scharren, Sandbäder, ein heller Wintergarten und viel Auslauf ins Freie. Eine Hackschnitzelheizung sorgt für wohlige Wärme in den ersten Lebenswochen der Küken. „Wir haben alles so geplant, dass es für die Tiere passt – und in unseren Arbeitsalltag integriert ist“, sagt Regina Faller, die sich neben Familie und Beruf aktiv um die Hähnchen kümmert. 2021 investierte die Familie zudem in eine Photovoltaik-Anlage mit Stromspeicher, sodass der Hof seinen Strom größtenteils selbst produzieren kann.

LINSEN, KÖRNERMAIS, SOJABOHNEN UND DIE LUST AM FORTSCHRITT

Neben der Hähnchenmast hat der Ackerbau weiter Bedeutung. Körnermais, Weizen und Sojabohnen bilden die Grundlage für das Futter und ergänzen die Fruchtfolge sinnvoll. Die Linsen liefert Familie Faller über die Öko-Erzeugergemeinschaft Alb-Leisa an die Lauteracher Alb-Feld-Früchte – ein Projekt, das über das VonHier-Programm von Feneberg vermarktet wird. In den letzten drei Jahren wurde zudem das Getreidelager erweitert und optimiert. Dadurch können die Feldfrüchte gesünder gelagert werden. Außerdem lagert der Hof jetzt Getreide für andere Biobetriebe und kann es für den Verkauf reinigen und aufbereiten.


Achim Faller ist überzeugt: „Bio ist für uns keine Strategie, sondern eine Haltung.“ Seit 2009 bewirtschaftet er seinen Hof nach Bioland-Richtlinien – und genießt es, im Vollerwerb Bauer zu sein. „Ich war einige Jahre in der Industrie, aber die Arbeit hier ist ehrlicher. Hier sehe ich, was entsteht.“

Ein Schäfer in einem cremefarbenen Strickpullover und grünem Hut kniet inmitten einer Schafherde auf einer Weide.

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