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Federleicht

BIOHOF MARQUART 

Wenn morgens die Sonne über dem kleinen Weiler Bestihof bei Friedberg aufgeht, glitzern die Tautropfen auf den Wiesen rund um den Biohof Marquart. Hier, fünf Kilometer östlich von Friedberg, bewirtschaften Stephanie und Joachim Marquart ihren Familienbetrieb.  Seit Generationen prägt Landwirtschaft das Leben auf dem Hof. 

Zwischen Obstbäumen und grünen Wiesen leben ihre Hühner – drei Ställe mit jeweils rund 3.000 Tieren – nach Bioland-Richtlinien. „Besser geht es nicht“, findet Stephanie Marquart, wenn sie die Hühner in ihrem Auslauf beobachtet, der in einen alten Obstgarten führt. Dort finden die Hühner viel Platz zum Scharren und Picken, die Möglichkeit, sich auszuruhen und zu entdecken – kurzum: alles, was ein Hühnerherz begehrt.

EIN TAG AUF DEM HOF 

Der Alltag auf dem Hof folgt einem gleichmäßigen Rhythmus: Morgens die Stallkontrolle, Futter, Wasser, Eier ausnehmen, am Nachmittag noch ein Rundgang und Körner einstreuen. „Die Hühner kennen einen – und sie warten schon, wenn man kommt“, schmunzelt Stephanie Marquart. Die Nähe zu den Tieren entsteht durch diese ruhigen, wiederkehrenden Arbeiten. Die Eier legen die Hennen in Familiennester. Täglich nehmen die Marquarts die Eier aus und stapeln sie auf Paletten. Anschließend gehen sie an die nahe gelegene Packstelle Breitsameter. Dort werden sie sortiert, gestempelt und verpackt, ehe sie als frische VonHier-Eier in die Regale der Feneberg-Märkte gelangen.

NACHHALTIGKEIT UND TIERWOHL IM KREISLAUF

Gefüttert werden die Hühner unter anderem mit Getreide, Erbsen und Ackerbohnen, die größtenteils auf den eigenen Feldern wachsen. Aus dem Erntegut wird in einer regionalen Futtermühle das hofeigene Futter gemischt. Die Marquarts halten die Zweinutzungsrasse „Sandy“. Die Hennen legen Eier, ihre männlichen Geschwister werden nach dem Bruderhahnkonzept auf Partnerbetrieben aufgezogen. Die Tiere kommen mit 18 Wochen von dem Aufzuchtbetrieb „Eiermacher“ auf den Hof. Antibiotika kommen nicht zum Einsatz, der Mist der Hühner düngt die Felder, und das Getreide daraus kehrt als Futter zurück in den Stall. 

„Es ist einfach insgesamt eine runde Sache für Tierwohl und Naturschutz – und das ist schön“, sagt Stephanie Marquart.

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